Die Anfänge

 

Der Fanfarenzug Markgröningen wurde 1972 gegründet und ist eine Sparte des Musikverein Stadtkapelle Markgröningen.

In der Festschrift zum 50. Bestehen des Musikvereins ist eine Mitgliederliste, in der 6 Fanfarenbläser und 2 Landsknechttrommler in den Reihen des Spielmannszuges aufgeführt sind. Ein Teil der Gruppe muß jedoch zum Wehrdienst und die Aktivitäten ruhen, ehe sich einige wieder zusammen tun, unter anderem Gustav und Erhard Schmidgall, Gerhard Lieber, Walter Zink, Erwin Kurrle, Heinz Schippert und Hermann Entenmann, der 1. Stabführer wird. Eine klassische Gründungsversammlung gibt es nicht. Der Auftritt der Gruppe bei der Prunksitzung der Fasnet Gilde am im Februar 1972 gilt als Geburtstunde des Fanfarenzugs Markgröningen. Anfangs noch die Uniform der Stadtkapelle tragend, wollte man sich bald optisch von den anderen abheben und stellte sich am 3. Februar 1973 der Markgröninger Bevölkerung in den noch heute bekannten Trachten vor. Die erste Auslandsfahrt des Fanfarenzuges erfolgte im Mai. Gemeinsam mit der Fasnet Gilde bestritt man den Blumencorso in Ham an der Somme in Frankreich. Im September nahm man außer Konkurrenz an der hessischen Landesmeisterschaft teil und erreichte den 1. Platz und war für die Deutsche Meisterschaft 1974 in Duisburg Lohmühle qualifiziert. Unglaublicherweise konnte man diese auf Anhieb gewinnen. Nach bereits 2 Jahren war man Deutscher Meister.

1975 - 1990

1975 wird der Fanfarenzug Mitglied im "Landesverband für das Spielmannswesen in Baden-Württemberg (LV-BW)" und wird im gleichen Jahr Landesmeister. 1976 wird die Jugend des Fanfarenzuges Deutscher Meister und verteidigt den Titel 1977 und 1978. Im Jahr 1977 umrahmt der Fanfarenzug musikalisch den Besuch des spanischen Königs Juan Carlos I in Stuttgart und erreicht bei den "Open Europeese Kampioenschap voor Show- en Drumbands" in Leest bei Antwerpen den 3. Platz in der Gesamtwertung, nachdem er in der musikalischen Wertung Sieger geworden war. 1979 richtet der Fanfarenzug die 5. Landesmeisterschaften aus und gibt ein Konzert auf dem Stuttgarter Schloßplatz und umrahmt damit den Besuch des chinesischen Staatsoberhauptes Hua Guofeng, dem Nachfolger Mao Zedong. Auf der traditionellen Jahresfeier des Musikvereins wird Dirigent Gilbert Haney nach 10 Jahren erfolgreicher Arbeit feierlich verabschiedet. Georg ter Voert wird als neuer musikalischer Leiter der Stadtkapelle vorgestellt, der im Spielmannswesen wegweisend wird.

1980 nehmen 6 Bläser des Fanfarenzuges zusammen mit dem Blasorchester an den Einsetzungsfeierlichkeiten der Frau Ministerin Annemarie Griesinger als Abgesandte des Landes Baden-Württemberg in Bonn teil. 1982 feiert der Fanfarenzug im kleinen Rahmen sein 10-jähriges Bestehen. Der Fanfarenzug zählt 53 Spielleute. Es besteht Aufnahmestopp, da der Verein an die Grenze der Finanzierbarkeit von Uniformen und Instrumenten stößt. Eine weite Reise bestreitet man 1986. Alle 3 Sparten des Musikvereins fahren für 3 Tage zum Gegenbesuch zum "Jernbarns Musikkorps" nach Drammen in Norwegen, 40 km südwestlich von Oslo. Ein weiterer Höhepunkt des Jahres ist die Uraufführung des Markgröninger Marsch beim 20. Internationalen Musifest sowie die Reise zum "29. Fête de la Choucroute" ins französische Brienne-le-Château bei Troyes, 100 km südlich von Reims. Als einziger ausländischer Verein erhält der Fanfarenzug viel Zuspruch. Am 17. Mai 1987 ist das "ZDF-Sonntagskonzert" in Markgröningen auf Sendung die vom Musikverein mitgestaltet wird. Der Fanfarenzug gestaltet mit dem "Festlicher Ruf" den Auftakt der Sendung.

1990 - 2000

Anfang 1990 geht eine Ära zu Ende: nach 18 Jahren gibt Hermann Entenmann seinen Rücktritt als Stabführer bekannt. Der bisherige 2. Stabführer, Fritz Lubatsch, übernimmt das Amt, Stellvertreter wird Walter Lubatsch. Anfang Mai wird in Neubrunn anläßlich des 30-jährigen Bestehens der "Fränkische Herolde" der "Alfred-Meckel-Gedächtnispokal" ausgespielt. Der Fanfarenzug belegt bei einem starken Teilnehmerfeld von 15 Fanfarenzügen den 5. Platz. 14 Tage später folgt man der Einladung zum 60. Geburtstag der "Koninklijke Harmonie St. Michel" Bree in Belgien.

1991 fallen die Faschingsveranstaltungen wegen des Golfkrieges aus. Ende des Jahres wird Walter Lubatsch neuer Stabführer des Fanfarenzuges. 1992 bereist der Fanfarenzug zusammen mit den anderen Sparten das italienische Rosa und folgt der Einladung der "Banda Monte Grappa", die im Jahr zuvor beim Musikfest zu Gast waren. Pfingsten wird man in Fulda einen halben Punkt hinter Neubrun Deutscher Vizemeister.

Alle 3 Sparten des Musikvereins fahren 1993 nach Anholt (NRW) um die Feierlichkeiten zu "500 Jahre Schützenwesen in Anholt" musikalisch mit zu gestalten. Mit Umzügen, Paraden, Biwak am Schloß mit Feuerwerk werden die 4 Tage zu einem Erlebnis. Erstmals nimmt der Fanfarenzug 1995 am Rosenmontagsug in Mainz teil. Auch nimmt der Fanfarenzug am bekannten Wettstreit um den "Frankenpokal" in Neubrunn teil. Mit 0,2 Punkten hinter den Fränkischen Herolden aus Dertingen landet der Fanfarenzug auf den 2. Platz.

1997 wird der Fanfarenzug 25 Jahre. Im Mai feiert der Fanfarenzug mit einem abwechslungsreichen Programm. Vereine aus Anholt, Teningen, Neubrunn, Heitersheim, Dertingen, Zaberfeld sowie Bietigheim, folgen der Einladung nach Markgröningen. Besonderes Augenmerk gilt dem Spiel der Ehemaligen, der "Rentnerband des Fanfarenzuges". Ein weiterer Höhepunkt des Jahres bildet die Reise mit den "Grünen Funken" aus Möglingen zur "Europarade" ins französische Villefranche de Rouergue, 130 km nordöstlich von Toulouse. Auch zum Schützenfest in Anholt sind alle 3 Sparten erneut zu Gast. Im September 1999 reist der Fanfarenzug zusammen mit den "Grünen Funken" Möglingen ins französische Brienne-le-Château bei Troyes, 100 km südlich von Reims zum "41. Fête de la Choucroute".

 

2000 - 2010

2000 nimmt der Fanfarenzug zum 10. Mal am Schäferlauf in Heidenheim teil. 2001 wird Uwe Hertfelder neuer Spartenleiter und übernimmt das Amt von Gerhard Lieber, der dieses seit 1988 inne hatte. Mit allen drei Sparten nimmt der Fanfarenzug am "35. Voralbberger Bezirksmusikfest" in Alberschwende (A) teil und ist September beim Besigheimer Winzerfest im Festzug zu sehen, der im SWR Fernsehen übertragen wird.

Fanfarenzug, Spielmannszug und Blasorchester reisen im Mai 2003 für 2 Tage nach Rebstein in der Schweiz und nehmen am "Wettbewerb für Unterhaltungsmusik" teil. Der Musikverein belegt hier den 3. Platz. Weitere Höhepunkte des Jahres ist die Teilnahme am Stiftungsfest in Anholt, das historische Marktplatzfest in Waldkirch, sowie den Gewinn der Landesmeisterschaft in Gerlingen. Zur Stichwahl zum Stabführer kommt es im Oktober: mit 17 zu 18 fällt die Wahl auf André Kailbach. Walter Lubatsch tritt nach 31 Jahren Mitgliedschaft, 12 Jahre Stabführer und 2 Jahren stellv. Stabführer aus dem Fanfarenzug aus. Stellvertretender Stabführer wird Björn Nowakewitz.

2004 beginnt im Januar mit den Auftritten beim "6-Tage-Rennen" in der Hanns-Martin-Schleyerhalle in Stuttgart. Ein weiterer schöner Auftritte ist das Spielen auf der Fachmeße "Südback" in Stuttgart. In besonders guter Erinnerung ist die Reise nach Wolfsburg-Fallersleben. Neben Platzkonzert in der Stadt und Festzug erspielt der Fanfarenzug am Wettstreit den 1. Platz. Auch dieses Jahr endet Turbolent: nach dem André Kailbach sein Amt Ende Oktober. niedergelegt hat, stehen die Wahlen der Stabführer an. Stabführer wird der bisherige Stellvertreter Björn Nowakewitz, 2. Stabführer wird Manfred Eberlein.

Ein herausragendes Jahr stellt sicherlich 2005 dar: bei rekordverdächtigen Temperaturen beteiligen sich im Mai alle musikalischen Sparten am großen Festzug "100 Jahre Musikverein Hofen" in Stuttgart-Hofen, der vom SWR übertragen wird. Im Juni gewinnt der Fanfarenzug den "Bruno-Rösch-Gedächtnispokal" im Rahmen des 50-jährigem Bestehens des Fanfarenzug Neubrunn bei dem das Who is Who der Naturtonfanfarenzüge teilnehmen. Im Juli geht es für alle drei Sparten zum Besuch der "Koninklijke Harmonie" ins belgische Bree. Die ausgezeichnete Versorgung, das tolle Programm und die Gastfreundschaft laßen das Wochenende in bester Erinnerung. Im Oktober wird der Fanfarenzug bis dato letztmalig Landesmeister. Im November geht der Fanfarenzug "online".

2006 findet das Landesmusikfest des BVBW und BDB in Villingen-Schwenningen statt. Fanfarenzug und Spielmannszug beteiligten sich am Wertungßpiel und erreichen jeweils "mit sehr gutem Erfolg" die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft 2007 in Würzburg. Der Fanfarenzug wirkt bei dem großen Festzug mit, der vom SWR übertragen wird. Pfingsten beteiligt sich der Fanfarenzug in Meinerzhagen erstmals nach 1992 an der Deutschen Meisterschaft in Meinerzhagen erreicht die Silbermedaille. Von dort aus geht es nach Anholt um mit dem Grenzland Tambourkorps das Stiftungsfest zu feiern. Das "Peter & Paul-Fest" in Bretten, das "30. Montafoner Bezirksmusikfest" in Gaschurn (A), das 40. Internationale Musikfest sowie "50 Jahre" Fanfarenzug Dertingen sind weitere Höhepunkte im Jahr. Im August übernimmt Manfred Eberlein das Amt des Spartenleiters.

2007 steht ganz im Zeichen der Feierlichkeiten zum 35 jährigem Bestehen des Vereins. Mit einem bunten Programm aus Sternmarsch und Platzkonzert, Festabend in der Stadthalle, Festzug und Konzerten an der Stadthalle feiert der Fanfarenzug mit zahlreichen Gästen, unter anderem aus Anholt, Osterburken, Bruchsal, Dertingen, Heitersheim, Rottenburg seinen Geburtstag. Nach 10 Jahren sind alle Sparten im Juli wieder zu Gast beim Schützenfest im westfälischen Anholt. Der Musikverein bestreitet ein Wohltätigkeitskonzert zu Gunsten der beiden Kirchen und des Augustahospitals Anholt. Serenade im Fackelschein, Festzug zum Schloß mit Zapfenstreich im Schloßhof sowie die Gastfreundschaft der Anholter begeistern. Der lukrative Auftritt an der "alten Reithalle" in Stuttgart im September der Allianz AG sowie der Konzertabend "Fanfarenmusik auf hohem Niveau" des Fanfarenzugs Bruchsal im November bilden weiter bleibende Erinnerungen.

Beim neugestalteten Festzug des Ludwigsburger Pferdemarkt 2008, der die Geschichte der Stadt präsentiert, spielt der Fanfarenzug als Römer verkleidet an der Spitze des Festzuges. Die Wirte der parallel stattfindenden Brautage verleihen Ehrenpreise für besondere Anerkennung der Umzugsteilnehmer. Der Fanfarenzug erhielt einen Ehrenpreis für die "imposanteste Musik". Ein weiterer toller Auftritt ist der Besuch der Fanfarencorps Landsknechte Halver, die ihren 50. Geburtstag feiern.

Zusammen mit dem Spielmannszug bereist der Fanfarenzug 2009 Anholt. Das Grenzland Tambourkorps feiert sein 60. Stiftungsfest. Auf dem Kirchberg spielen der Fanfarenzug zusammen mit den Anholtern und dem Fanfarencorps Hervest-Dorsten "Auf der Burg" unter der Leitung von Georg ter Voert. Im Juli folgt der Fanfarenzug die Einladung zum 44. Bregenzerwälder Bezirksmusikfest im Rahmen der 200-Jahrfeier des Musikvereins nach Alberschwende. Als einziger Fanfarenzug begeistern die Markgröninger im Festzug und im über 5000 Mann faßenden Festzelt. Auf dem Rückweg zieht der Fanfarenzug spontan durch die Raststätte Illertissen und erfreut weitere Busreisende mit einem Ständchen. Unvergeßlich bleibt auch "Barthel - Das Musical" von Georg ter Voert. 1500 begeisterte Zuschauer in 4 Veranstaltungen besuchen das Musical in der Stadthalle bei dem über 200 Leute mitwirken. Die SWR-Landesschau berichtet live von der Hauptprobe am Donnerstag.

 

2010 -

2010 erreicht man beim "Franken-Goldpokal" in Neubrunn den 4 Platz. Der Fanfarenzug Meinerzhagen macht während seiner Vereinsfahrt einen Kurzbesuch in Markgröningen, was mit einem Grillfest an der Heimsonderschule gefeiert wird. Man beteiligt sich an den Jubiläen der Fanfarenzüge aus Pforzheim und Eberbach.

Der Fanfarenzug spielt 2011 beim Faschingsumzug der "Bouc-Bleu" Schiltigheim (F). Auf 3 km Zugstrecke geht es durch die drei Orte Hoenheim, Bischheim und Schiltigheim. Anfang Mai geht es zum 55-jährigem Bestehen des Fanfarenzuges nach Hattingen, Ende Mai trotzt man dem Platzregen in Tauberbischofsheim. Begeistert ist man vom Auftritt auf der Burg Hohenzollern in Hechingen. Tag des Siebenschläfers - Unter diesem Motto steht der Familientag, zu dem der Fanfarenzug unter anderem. im "Grafensaal" musikalische Akzente setzt. Anfang August bereisen alle Sparten Gaschurn (A). Mit einem 2. Platz in der Marschwertung, musikalischen Weckruf durch Gaschurn, Festzug bei sonnigem Wetter inmitten einer herrlichen Gebirgslandschaft, und Einquartierung in Pensionen gehört dieses Wochenende zu einem der Höhepunkte des Jahres.

2012 fährt der Fanfarenzug mit dem "Andrea Berg" Tourbus nach Anholt zur Hochzeit des Stabführers Björn & Jasmin und begeitet die standesamtliche- und kirchliche Trauung. Weitere Höhepunkte sind die Präsentation des Markgröninger Schäferlaufs auf der Landesgartenschau in Nagold zusammen mit dem Festspiel und dem Schäfertanz, Erneuter Auftritt auf der Burg Hohenzollern, Repräsentation des Blasmusikverband Baden Württemberg zusammen mit dem Spielmannszug bei der "Mainau-Melodie" auf der Insel Mainau, sowie der Schelmenmarkt in Gelnhausen.

2013 ist man erstmalig in Triberg zu Gast, der dortige Fanfarenzug feiert seinen 50. Geburtstag. Interessant ist auch der Gegenbesuch in Toblach (I) mit allen Sparten. Dort begleitet man musikalisch den Rahmen der dort stattfindenen "Handmäh-Europameisterschaft".

2014 ist man in Zell im Wiesenthal zu Gast und folgt der Einladung des dortigen Fanfarenzugs, die ihr 55 jähriges Bestehen feiern. Ebenfalls ist man wieder mit dem Spielmannszug beim Grenzland Tambourkorps Anholt um das 65. Stiftungsfest zu feiern. Als Höhepunkt des Jahres darf die Teilnahme am Festzuges des 169. Cannstatter Volksfestes genannt werden. Bei der Übertragung des SWR ist man gut 2:30 Minuten zu sehen.