Musikalische Ermittlungen in der Stadthalle: Musikverein Stadtkapelle Markgröningen beim Themenkonzert „Tatort Markgröningen“
Am vergangenen Samstag, den 10. Oktober 2026, verwandelte sich die Stadthalle Markgröningen in einen spannenden Schauplatz musikalischer Kriminalfälle. Unter dem Motto „Tatort Markgröningen“ erlebte das Publikum einen abwechslungsreichen Musikabend voller bekannter Fernsehmelodien, mitreißender Rhythmen und einer Kriminalgeschichte live auf der Bühne.
Den schwungvollen Auftakt gestaltete die Bläser-Bande unter großem Applaus. Mit Titeln wie Ozzy Osbournes „Crazy Train“, „Shake It Off“ sowie Klassikern aus bekannten Action- und Krimiserien wie „Ein Krimi aus Passau“ (Sharp Dressed Man) stimmte der Nachwuchs die Zuhörer perfekt auf den Abend ein.
Im Anschluss übernahm der Spielmannszug die Regie. Mit der atmosphärischen Titelmusik „The Foggy Dew“ (bekannt aus This Town) sowie dem spritzigen Klassiker „Der Gendarm von Saint Tropez“ entführten die Musiker das Publikum in die Welt internationaler Ermittler. Ein optisches und tänzerisches Highlight folgte sogleich: Tanzmariechen Laura begeisterte die Halle mit ihrem Auftritt und spiegelte die lebendige Vereinskultur wider. Abgerundet wurde der erste Teil durch die Dixie-Besetzung, die u.a. die Musik der Olsenbande zum Besten gab.
Spannung pur im zweiten Teil: Ein mysteriöser Fall für das Blasorchester
Nach der Pause wurde es mysteriös: Kaum erklangen die ersten Takte eines James Bond Medleys, geriet die Aufführung ins Stocken. Entsetzen beim Dirigenten und den Musikern – Noten fehlten!
Gemeinsam mit dem Publikum begann die Spurensuche. Geheimnisvolle Briefumschläge auf den Tischen, verdächtige Ölflecken auf Noten im Foyer, Anschuldigungen unter den Registerkollegen und markierte Stühle im Saal hielten die Gäste in Atem. Während das Blasorchester mit Werken wie „Sunny“, der „West Side Story“, „Kommissar Maigret“ und „GoldenEye“ glänzte, verdichteten sich die Hinweise.
Die auflösende Wendung brachte schließlich eine Rechnung: Vereinskassiererin Dorothea Füssel wurde als Notendiebin entlarvt! Ihre sympathische Motivation: Angesichts hoher Hallennutzungsgebühren und der bevorstehenden Konzertreise nach Japan wollte sie das Programm künstlich in die Länge ziehen, um den Getränke- und Essensumsatz im Saal zu steigern. Vereinsvorstand Alexander Mandel entschied als Richter milde: Als strafende Wiedergutmachung muss die Kassiererin bei einem der nächsten Auftritte den Fanfarenzug an der Trommel unterstützen.
Mit gelöstem Fall ging es im Programm schwungvoll weiter: Der Spielmannszug stimmte „Ein Fall für zwei“ an, gefolgt vom imposanten Zusammenwirken aller musikalischen Abteilungen bei „Sister Act“ und „The Good, the Bad and the Ugly“.
Dank und Ausklang
Ein großer Dank gilt allen Beteiligten: Stabführer Andree Feil (Fanfarenzug), Georg ter Voert jun. (Spielmannszug & Bläser-Bande), Tanzmariechen Laura, dem Catering-Team um Marco Kurrle, dem Moderatorenteam Wolfgang Milde und Christiane Liebing, Stadtmusikdirektor Georg ter Voert (Gesamtleitung) sowie allen helfenden Händen vor und hinter der Bühne. Mit dem neuen Marsch „Marsch des Soldaten Robert Bruce“ und der traditionellen Zugabe, dem Markgröninger Marsch, verabschiedete der Musikverein das Publikum in den Abend.

